Rezension „Bevor ich sterbe“

Zum Buch:

Buch: Bevor ich sterbe

Verlag: cbt

Autor: Jenny Downham

Seitenzahl: 315 Seiten

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Autorin:

Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Ihr erster Roman „Bevor ich sterbe“ wurde von der internationalen Presse hoch gelobt und war ein weltweiter Erfolg. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London.

Quelle: Random House

Klappentext:

Die Ärzte machen der 16-jährigen Tessa wenig Hoffnung. Ihr Kampf gegen die Leukämie scheint nach vier Jahren verloren. Doch Tessa will nicht einfach verschwinden, sie will leben – wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt eine Liste, was sie noch tun will, bevor sie stirbt: einen Tag nur ja sagen, Drogen nehmen, einen Tag lang berühmt sein, etwas Verbotenes tun, einmal Sex haben. Als Adam auftaucht, ist Sex plötzlich mehr als ein Punkt auf ihrer Liste. Doch darf man lieben, wenn man stirbt?

Tessa erzählt die Geschichte ihres Todes – mit unglaublicher Courage, Ehrlichkeit und voller Hoffnung. Ihr glauben wir, dass Liebe selbst das Sterben verändert.

Quelle: Random House

Meine Meinung dazu:

Bücher über den Tod sind für viele ein heikles Thema. Niemand will darüber sprechen, denn obwohl wir alle wissen, dass es uns irgendwann erwartet, dieses Ende, so wollen wir lieber nicht darüber nachdenken. Was dazu kommt, wir alle kennen es doch. Man liest ein trauriges Buch und auf einmal fließen die Tränen. Ich selbst habe dieses Jahr auch ein Buch über das Sterben verfasst und darum weiß ich, wie schwer es ist, so etwas zu schreiben. 

Dieses Buch gab es irgendwie schon immer in meiner Lieblingsbuchhandlung. Jedoch war ich mir niemals sicher, ob ich es wirklich kaufen sollte. Doch dann kam der Tag, an dem auch ich einmal wagte, an einem dieser Gewinnspiele mitzumachen und ohne das ich es gedacht hätte, gewann ich dieses Buch. (Danke hier an die Liebe Tamara! Ihr Blog)

Es geht um Tessa und ihren Kampf. Es ist nicht nur der Kampf gegen die Leukämie, es ist auch der Kampf gegen das Leben. Tessa’s Charakter ist eigen und oft habe ich mich über sie geärgert. Sie ist egoistisch und rücksichtslos, achtet weder auf Freunde noch auf Familie. Irgendwann kam ich dann an dem Punkt in diesem Buch, in dem ich mir mehr Gedanken daüber machte. Ich hörte auf, mich über sie zu ärgern und verstand auf einmal, dass Tessa genau so ein musste. Es ist ihr Charakter und sie hat begriffen, dass sie stirbt. Dass sie stirbt, während andere sich damit beschäftigen, was sie als nächstes anziehen sollen, auf welche Schule sie gehen wollen, ob sie sich verlieben werden, was sie wohl in den nächsten 10 Jahren alles unternehmen , wohin sie reisen.. Nur Tessa, die konnte nicht darüber nachdenken. Diese 10 Jahre später Vorstellung gab es nicht für sie.

Ich habe einmal gelesen, dass wir das wiederspiegeln, was wir fühlen. Dass die Ordnung in unserem Zimmer zeigt, ob in unserem Kopf ein Chaos herrscht. Dass die Art, wie wir andere behandeln zeigt, wie wir über uns selbst denken. Ich behaupte einmal, dass jenes genau auch mit Tessa passiert ist. Sie ist wütend, wütend auf sich und das Leben. Vielleicht behandelt sie darum alle anderen so.

Achtung Spoiler!

Irgendwie hätte auch eine fröhliche Tessa nicht in das Buch gepasst. Ohne meine Gedanken dazu, hätte ich dieses Buch wieder weggelegt. Doch ich habe weitergelesen und gelesen und gelesen. Das Buch hat Ecken und Kanten und doch muss ich sagen, dass mich das Ende berührt hat, wie kein anderes. Es ist nichts kitschiges und nichts, das Hoffnung weckt. Tessa stirbt, ihre Geschichte endet genau dort, wo das Buch endet.

Ende Spoiler!

Ich mag solche Geschichten, denn sie sind real.


Punktevergabe:

Dieses Buch kriegt von mir 4 Sterne. Ich schwanke immer noch zwischen 3 und 4 und doch denke ich, eine 4 ist angemessen. Denn man muss auch sagen, dass es nicht leicht ist, so etwas zu schreiben. Trotzdem hat mir das gewisse Etwas gefehlt.

Daher  ★★★★☆ / 4 von 5 Sternen

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